Die Geschichte zum Rahmenplan „Leben an der Feldflur“
Wichtige Meilensteine
2018 – Stadtentwicklungskonzept Kleingärten
Am 5. Dezember 2018 beschloss die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam das Stadtentwicklungskonzept Kleingärten 2018 (STEK Kleingärten). Darin werden der Erhalt und die Weiterentwicklung der Potsdamer Kleingärten als wichtige Bestandteile des Stadtgrüns festgeschrieben. Für die sogenannte Habichtwiese wurde zudem beschlossen, die Streuobstwiese als Biotop zu schützen und die Fläche als naturnahe Gartenbaufläche zu erhalten.
2021 – Vorkaufsrecht im Bornstedter Feld
Mit der Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht im Bereich Bornstedter Feld sicherte sich die Landeshauptstadt Potsdam langfristige Gestaltungsmöglichkeiten. In der Begründung werden ausdrücklich Grün-, Frei- und Kleingartenflächen sowie die Habichtwiese als wichtige Bestandteile der zukünftigen Entwicklung genannt.
2022 – INSEK 2035
Am 4. Mai 2022 beschloss die Stadtverordnetenversammlung das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) 2035. Zu den Leitlinien gehören behutsames, grünes, klimagerechtes und partizipatives Wachstum. Für den Vertiefungsbereich Golm – Eiche – Bornim – Bornstedt wird eine integrierte Betrachtung von Mobilität, Quartieren und Freiräumen gefordert.
2025 – Beginn der Planungen
Im Jahr 2025 begann die Landeshauptstadt Potsdam mit der Erarbeitung des Rahmenplans „Leben an der Feldflur“. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers zwischen Bornim und Bornstedt.
Am 17. Juni 2025 fand das erste Ortsteilforum statt. Dabei wurden die Ausgangssituation analysiert und erste Ideen diskutiert. Im Juli 2025 wurden Kinder und Jugendliche beteiligt.
Dezember 2025 – Vorstellung verschiedener Szenarien
Im zweiten Ortsteilforum wurden unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert. Themen waren unter anderem Wohnen, Verkehr, Grünflächen und Freiräume.
April 2026 – Vorstellung der Vorzugsvariante
Im dritten Ortsteilforum stellte die Stadt ihre Vorzugsvariante vor. Diese sieht unter anderem den vollständigen Wegfall der Kleingartenanlage „Am Habichtweg“ vor.
Frühjahr 2026 – Engagement des Vereins
Der Kleingarten- und Siedlerverein „Am Habichtweg“ e.V. begann daraufhin, sich intensiv mit den Planungen auseinanderzusetzen. Es wurden Gespräche mit Anwohnern, Politik und anderen Kleingartenvereinen geführt. Gleichzeitig entstand ein Positionspapier mit Vorschlägen für alternative Lösungen.
Mai 2026 – Hinweis auf mögliche Biotopstrukturen
Ende Mai 2026 wurde ein Hinweis auf möglicherweise gesetzlich geschützte Biotopstrukturen an die Untere Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam übermittelt.
Juni 2026 – Petition und Öffentlichkeitsarbeit
Im Juni 2026 startete eine Online-Petition zum Erhalt der Kleingartenanlage und zur Prüfung alternativer Lösungen. Unterstützt wird sie von zahlreichen Anwohnern, Gartenfreunden und weiteren Unterstützern.
Am 20. Juni 2026 fand ein gemeinsamer Gartentag mit Mitgliedern des Vereins, Anwohnern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern statt. Dabei wurden die bisherigen Entwicklungen diskutiert und weitere Schritte abgestimmt.
Herbst 2026 – Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung
Nach einem vierten Ortsteilforum soll im Herbst 2026 die Stadtverordnetenversammlung über den Rahmenplan „Leben an der Feldflur“ entscheiden.
Bis dahin setzt sich der Kleingarten- und Siedlerverein „Am Habichtweg“ e.V. weiterhin für eine ausgewogene Entwicklung ein, die Wohnraum und Grün gemeinsam denkt und bestehende Kleingarten- und Freiraumstrukturen soweit wie möglich erhält.
